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Sonntag, 8. November, 16:00

Szenische Lesung der
Lampedusa-Gruppe Hannover

Zur Eröffnung der Friedensdekade zeigen wir in der St. Martinskirche Sievershausen das aktuelle Stück von Umberto Ricco in einem Gastspiel der Lampedusa-Gruppe Hannover:

„Seestern in Südtirol“ erzählt die Geschichte von Alidad Shiri, der als 14-jähriger am 22. August 2005 nach einer zweijährigen Flucht über Pakistan, Iran, Türkei und Griechenland in Italien ankam.

Wir nehmen zwar Bezug auf seine Flucht, aber unsere Erzählung beginnt mit dem Tag seiner Ankunft in Südtirol, als er auf der Brenner-Autobahn gefunden wurde. Im SOS-Kinderdorf Meran verbrachte er seine erste Nacht in Italien.

Drei Erzähler*innen rekonstruieren im Dialog untereinander die Ereignisse, die danach stattfanden. Sie geben die Meinungen von Zeugen wieder, die den Jungen kennenlernten und bis heute begleiten. Wer ist Alidad? Warum kam er nach Europa? Ist er „ein Geschenk“ für die Südtiroler Gesellschaft oder doch ein Betrüger, der vom Wohlstand profitieren will?

Ein Sprecher wird nur Fakten erzählen, während die zwei anderen heftig diskutieren über Alidads Identität, sein Alter und seine fehlenden Dokumente.
Sie bewerten die unglaublichen Geschichten von dem Jungen mit deutlich gegensätzlichen Standpunkten. Sie spiegeln Meinungen wieder, die in unserer Gesellschaft weit verbreitet sind. Integration und Ablehnung, „Gutmenschentum“ und Vorurteile wechseln sich ab und helfen dem Publikum, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Dabei erleben die Zuschauer manche Überraschung: Die „Guten“ und die „Bösen“ sind nicht immer so vorhersehbar.

Eine Anmeldung unter    ist erforderlich, da wir maximal 50 Personen zulassen können.

 

 

Sonntag, 11. Oktober 2020, 16.00 Uhr

Swantje Michaelsen – Verkehrspolitische Sprecherin Bündnis90/Die GRÜNEN in der Regionsversammlung
VERKEHR(T) – bitte wenden !

Online aus den Räumen des Antikriegshauses:

Raum ist in Städten und Gemeinden eine knappe Ressource, egal ob beim Wohnen oder auf den Straßen. Bislang waren meist die Autos Sieger im Verteilungskampf um den Straßenraum. Sie beanspruchen beim Fahren und Stehen deutlich mehr Platz als etwa Straßenbahnen, Fahrräder oder diejenigen, die zu Fuß gehen.

Weniger Autos schaffen Spielräume für lebenswertere Orte – und sind ein Beitrag gegen den Klimawandel. Aus diesem Grund rückt die Frage, wie Verkehr so gestaltet werden kann, dass wir alle davon profitieren, auf der politischen Tagesordnung weit nach oben. Gleichzeitig ruft der Abbau von Privilegien, die Autos im Verkehr noch genießen, deutlichen Widerstand hervor.

Wie die Nutzung öffentlicher Räume den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken kann und welche Rolle dabei der fahrende und ruhende Individualverkehr spielt – darüber werden wir mit Swantje Michaelsen vom Grünen Regionsverband sprechen.

Wie bei den bisherigen drei Veranstaltungen der Reihe "Zukunft geht. Anders!" wird auch diesmal live und online übertragen. Interessenten melden sich bitte am 11.10. um 16 Uhr unter auf   (ohne Beteiligungsmöglichkeit) an. Eine Anfrage für den Link zur ZOOM-Konferenz (mit Beteiligungsmöglichkeit) ist über unsere E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle vier Vorträge der Reihe gibt es jeweils als ca. halbstündigen Film auf unserer Homepage antikriegshaus.de

 

Das Antikriegshaus kritisiert die Festsetzung des deutschen Seenotrettungsschiffes Sea-Watch4.

In der Nacht zum Sonntag wurde das Seenotrettungsschiff 'Sea-Watch 4 powered by United4Rescue' von den italienischen Behörden im Hafen von Palermo festgesetzt. Als Bündnispartner von United4Rescue setzt sich das Antikriegshaus für die sofortige Freilassung des Schiffes ein. Die "Sea-Watch 4" war seit August im Einsatz. Sie liegt im Hafen von Palermo, nachdem sie am 2. September 353 gerettete Menschen an eine Quarantänefähre übergeben hatte. Nach einer elfstündigen Inspektion der italienischen Hafenkontrolle ist die "Sea-Watch 4" in Palermo festgesetzt worden. Tatsächlich erfüllt das Schiff alle Sicherheitsvorgaben des deutschen Flaggenstaates, wie die deutschen Behörden Sea-Watch erst im Juli bestätigt haben. Mit der Sea-Watch 4 wird zum fünften Mal ein ziviles Rettungsschiff an der Rückkehr in den Einsatz gehindert. Diese Inspektionen sind politisch motiviert und dienen allein dem Zweck, Rettungsoperationen zu verhindern.

Gemeinsam mit United4Rescue fordert das Antikriegshaus die italienischen Behörden auf, die Sea-Watch 4 umgehend freizulassen - und das Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung!

Hannelore Köhler
Genuss ohne Reue – Essen für das Klima

Hat die Art, wie wir uns ernähren, Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht und auf den Klimawandel? Ja, hat sie, und das ist ein Problem.
Durch die Art, wie wir uns ernähren und wie wir konsumieren, tragen wir entweder etwas zur Lösung des Problems bei oder zu seiner Verschärfung. Und das jeden Tag. Wo kommen beispielsweise unsere Lebensmittel her? Wie viele Transportkilometer haben sie auf dem Buckel, bevor sie auf unserem Tisch landen? Die berühmten Erdbeeren und Weintrauben im Februar sind jedenfalls geeignet, das Problem massiv zu verschärfen!
Was wächst eigentlich wann in unserer Region? Wissen wir das überhaupt noch? Und wie kommen wir an regionale Lebensmittel? Darum soll es gehen.
Natürlich muss politisch viel mehr geschehen, als das zurzeit der Fall ist, aber gerade beim Thema Ernährung kommt es auch sehr auf unser persönliches Verhalten an. Wir haben als Verbraucher und Verbraucherinnen viel mehr Macht, als wir denken!

Nur Online-Teilnahme

Das Antikriegshaus Sievershausen versucht sich mithilfe der Stiftung Leben&Umwelt an einem neuen Format. Wir wollen allen interessierten Menschen die Möglichkeit geben, über das Internet die Vorträge anzuhören. Dabei sind keine besonderen technischen Voraussetzungen erforderlich, lediglich ein Computer mit Internetverbindung und Sprachausgabe, so wie heute üblich. Wer teilnehmen möchte, sollte sich per mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden und bekommt dann einen link zugeschickt, über den die Einwahl in die Veranstaltung erfolgt. Anmelden kann man sich bis eine Stunde vor der Veranstaltung. Die Teilnahme ist kostenlos. Geplant ist, den (bearbeiteten) Vortrag wie die zwei bisherigen auch später noch über unsere Homepage abrufen zu können.

Die Veranstaltungsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben & Umwelt (Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen) und wird unterstützt durch den Fonds Frieden stiften der Ev. -luth., Landeskirche Hannovers.

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