Seminarhaus

  Tier und wir

Ausstellung von Gertrud Schmidt im Antikriegshaus Sievershausen
16. August bis 6. September 2020

Vernissage am 16. August, 16 Uhr mit Ulrich von Wrochem, ehem. Solobratscher an der Mailänder Scala

Tiere finden in unserer Gesellschaft oft nur wegen ihrer Nützlichkeit für den Menschen Beachtung und werden so nicht mehr als Mitgeschöpfe wahrgenommen.
Tiere leiden unter der Umweltverschmutzung, vor allem der Verunreinigung der Meere. In der Massentierhaltung und Schlachtindustrie leiden sie unsäglich unter den schlechten Bedingungen der Tierhaltung , vor allem der Enge, und nicht nur sie leiden, sondern auch die Menschen, die dort unter erschwerten Bedingungen für wenig Geld arbeiten müssen. Der Billigfleischkonsum führt zu erhöhtem Fleischverzehr und schadet der Gesundheit.
Viele Umweltschäden, z.B. die vermehrte Gülle, die den Boden verseucht, sind Folgen dieser Massentierhaltung.
In einigen Bildern und Skulpturen habe ich mich mit diesem Problem auseinandergesetzt.
Wer Tiere jenseits aller Nützlichkeit betrachtet, wird erfahren, wie die Schönheit, Vielfältigkeit und ungewöhnliche Fähigkeiten der Tiere Menschen zum Staunen bringen können.
So sind einige Bilder nach im Zoo angefertigten Skizzen entstanden.
Es gibt viele Beispiele, wie Tiere in früheren Jahrhunderten gesehen wurden: manchmal als Bestien und Dämonen, oft aber als Ratgeber und Warner, und die Taube als Friedenssymbol hat auch heute noch ihre Bedeutung.
So haben Märchen und biblische Geschichten Anregungen für die Bilder gegeben.
Der Esel des Bileam zeigt sich sogar als dem Propheten überlegen. Er ist nicht einfach störrisch, sondern unbeirrbar, weil er die Gefahr sieht, die der Prophet nicht wahrnimmt.
Tiere sind Geschöpfe wie wir und bedürfen unserer Zuwendung und Fürsorge.
Dies wollte ich durch meine Bilder zum Ausdruck bringen.