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Der Weg der Erinnerung in Bergen-Belsen wird erneuert

Sommer- bzw. Corona-Pause? Nein, die AG Bergen-Belsen und Jugendliche der Kirchen-gemeinde in Bergen mit ihrer Diakonin
Sonja Winterhoff haben sich engagiert, berichtet Elke von Meding, Vorsitzende der AG Bergen-Belsen. "Von der Rampe bis zum ehemaligen Lagereingang gab es auf dem Radweg eine weiße Linie, die vor ein paar Jahren von mehreren Workcamps hergestellt wurde. Diese Linie war mittlerweile verblasst." Als in diesem Jahr die Jugendlichen nach einer sinnvollen Aufgabe suchten, schlug ihnen Elke von Meding die Erneuerung dieser weißen Linie vor. Das wurde gerne aufgegriffen und in den letzten Tagen das Projekt begonnen.

Am ersten Tag fand eine Einführung in das Thema mit Informationen zur Rampe und einer Führung in der Gedenkstätte durch Elke von Meding und Moritz Thies vom Anne-Frank-Haus in Oldau statt. Die wenigen Tage, die eingeplant waren, reichten nicht aus für den ganzen 5 km langen Weg, aber die Aktion soll fortgesetzt werden. In der Zwischenzeit wollen sie sich die Jugendlichen weiter mit dem Thema auseinandersetzen. Geplant sind Infotafeln mit Zeitzeugentexten an vier Stationen: 1. Rampe (Beginn des Weges), 2. im Dorf Belsen, wo manche Kolonnen in den "Mastenweg" abgebogen sind, 3. gegenüber den Kasernen und 4. am ehemaligen Lagereingang (Ende des Weges). Elke von Meding hat den Jugendlichen Text-Vorschläge gemacht, die sie nun diskutieren wollen. Die AG Bergen-Belsen will die Infotafeln finanzieren. Außerdem wird überlegt, wie der Weg z. B. mit digitalen Mitteln (QR-Codes) interessant gestalten könnten. 
"Wenn man die Fotos anschaut, denkt man: "Was mag den jungen Menschen wohl durch den Kopf gehen?" Ein außerschulischer Lernort - auch in Corona-Zeiten möglich," sagt Elke von Meding.

Zum Bericht in der "Celleschen Zeitung"

AGDF: Deutsche Ratspräsidentschaft muss Freiwilligendienste stärken

Nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) sollte Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union nutzen, sich für die Internationalen Freiwilligenprogramme und -organisationen stark zu machen. „Freiwilligendienste stärken den Zusammenhalt Europas, das zivilgesellschaftliche Engagement für Frieden, für soziale Gerechtigkeit, für die Wahrung der Menschenrechte und der Demokratie“, unterstreicht Jan Gildemeister. Die Corona-Pandemie stelle die Internationalen Freiwilligendienste allerdings derzeit vor große Herausforderungen, fügt der AGDF-Geschäftsführer hinzu. MEHR

AGDF und EAK: Hiroshima mahnt zur atomaren Abrüstung

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) haben anlässlich des 75. Jahrestages des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima die Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen und alles dafür zu tun, dass die letzten Atomwaffen in Deutschland in Büchel in der Eifel endlich abgezogen werden.
„Die vielen Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren mahnen uns, alles zu tun, um eine atomwaffenfreie Welt zu erhalten", macht Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer deutlich. Und sein EAK-Kollege Wolfgang M. Burggraf betont: „Es ist höchste Zeit, dass nach den biologischen und chemischen nun endlich auch die atomaren Massenvernichtungswaffen geächtet werden."

KUNST HÄLT WACHE
75 JAHRE FRIEDEN IM EIGENEN LAND
Ausstellungsprojekt in Landsberg am Lech 18.-28. Juni 2020

Vor 75 Jahren lag Europa und auch Deutschland in Trümmern. Heute sind Frieden, Freiheit und Wohlstand scheinbar ganz selbstverständlich. Doch eine friedvolle Welt gab es die letzten 75 Jahre nicht für alle Menschen. Wie gefährdet ist der Friede in unserem Land? Wie gehen wir mit unserer Geschichte nach 75 Jahren um? Kunst als Mahnmal für den Frieden. Im Frühjahr präsentieren rund 30 Künstler auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik der Nazis im Frauenwald in Landsberg am Lech das Kulturprojekt „Kunst hält Wache“. In der „Alten Wache“, dem Eingang des seit 75 Jahren verfallenen Fabrikgeländes, werden sie sich mit dem Thema Krieg und Frieden auseinandersetzen: Objektkunst, Malerei, Video, Installation und Aktionskunst.

Parallel dazu wird im Rahmenprogramm das Thema Krieg und Frieden mit Lesungen, Vorträgen, Performances und Gesprächsrunden beleuchtet. Junge Menschen haben die Gelegenheit, eigene Projekte zu realisieren. 750 Fahnen für den Frieden sollen vier Wochen vor der Veranstaltung in ganz Landsberg auf das Projekt aufmerksam machen. Kunst hält Wache wird veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Landsberg am Lech und dem Verein Kunst hält Wache e.V. Künstlerischer Leiter ist der Künstler Franz Hartmann.  www.kunst-haelt-wache.de

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