AGDF fordert: Rüstungsexporte in die Türkei stoppen

„Nach dem erneuten Einmarsch türkischer Truppen am vergangenen Wochenende in Syrien ist es höchste Zeit, dass die Bundesregierung nun auch alle Rüstungsexporte in die Türkei stoppt", fordert Jan Gildemeister.

Nach der Ankündigung der Bundesregierung, Waffenlieferungen in Länder zu stoppen, die am Jemen-Krieg beteiligt sind, hält es die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) für angebracht, auch die deutschen Rüstungsexporte an die Türkei wegen ihrer Kriegsbeteiligung in Syrien umgehend einzustellen. „Es kann nicht angehen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. So richtig es ist, keine Ausfuhren an Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten und andere Länder mehr zu genehmigen, so notwendig wäre es, dies nun auch in Bezug auf die Türkei zu tun", fordert Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer.

Erinnerung an unsere Veranstaltung am kommenden Sonntag,
28. Januar, 16 Uhr

Vortrag von Diana Gring zur Erforschung der
Geschichte von Kindern in Bergen-Belsen
 

Heinrich Grosse 21. Mai 1941 – 9. Januar 2018

 

Völlig unerwartet ist in der vergangenen Woche Heinrich Grosse gestorben. Für das Antikriegshaus war Heinrich Grosse über viele Jahre ein kompetenter Begleiter, wenn es um das Wirken von Martin Luther King ging. So wäre er auch in diesem Jahr der erste Ansprechpartner gewesen für eine aktuelle Würdigung des berühmten Bürgerrechtlers anlässlich des 50. Jahrestages seiner Ermordung am 4. April. Der letzte Vortrag von Heinrich Grosse im August 2014, gewohnt kenntnisreich und verschiedene Aspekte erhellend, ist uns noch lebhaft in Erinnerung. Unvorstellbar, dass kein weiterer hinzukommen wird. Unverzichtbar für die Arbeit im Antikriegshaus waren auch die Arbeiten zur Geschichte der hannoverschen Landeskirche, die Heinrich Grosse geschrieben und herausgegeben hat.

Ein ausführlicher Nachruf auf Heinrich Grosse, verfasst von Hans-Jürgen Benedict und Martin Cordes, an dieser Stelle

AGDF zeigt sich von Sondierungsergebnissen „enttäuscht"

Enttäuscht zeigt sich die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden von den bisherigen Ergebnissen der Sondierungsverhandlungen von CDU, CSU und SPD für eine neue Große Koalition. Der Friedensverband vermisst in dem Papier, dass die drei Parteien vorgelegt haben, deutliche Ansätze für eine zivile Friedenspolitik. Auch werde die Abschottungspolitik der EU weiter unterstützt, bei den Rüstungsexporten gebe es zudem nur halbherzige Ansätze. „Hoffentlich wird dies in möglichen Koalitionsverhandlungen noch geändert, ansonsten sind das keine guten Perspektiven für einen deutsche Friedenspolitik", so Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer. mehr

Seminar mit u.a. Elvin Hülser („Populismus - die antidemokratische Versuchung“) und Maik Bischoff am 19./20. Januar 2018 im Stephanstift - Anmeldung noch möglich

Das Thema Populismus ist vielfach in der öffentlichen Diskussion. Besonders nach dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag als drittstärkste Partei ist deutlich, dass ein Umgang mit populistischen Standpunkten gefunden werden muss Ebenso fordern parteilich nicht gebundene rechts- oder linkspopulistische Positionen und Gruppierungen zum Handeln heraus.
Auch innerhalb der Kirche und innerhalb der christlichen Gemeinden muss damit umgegangen werden.. mehr

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