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  • Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e. V.
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Ankündigungen

Sievershäuser Ermutigung

Öffnungszeiten Doku

Di und Fr: 10 - 17 Uhr
Sa: 15 - 17 Uhr

und nach Vereinbarung

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Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
IBAN: DE13520604100000006076
BIC: GENODEF1EK1
Inh.: KKA Burgdorfer Land
Zweck: Dokumentationsstätte

Jugendliche werden Friedensstifter

Seit 25 Jahren in Sievershausen: Das DankMal für gelebte Menschlichkeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 03. September 2014 um 10:22 Uhr

Im Jahr 1989 war es 50 Jahre her, dass mit dem deutschen Überfall auf das Nachbarland Polen am 1. September 1939 nicht nur der Zweite Weltkrieg begann, sondern auch der planmäßig durchgeführte Völkermord an den europäischen Juden, ebenso an Sinti und Roma. Anlässlich dieses Datums fassten der Vorstand des Antikriegshauses und die Sievershäuser Kirchengemeinde den Entschluss, mit dem DankMal für gelebte Menschlichkeit ein deutlich sichtbares Zeichen zu setzen in Erinnerung an jene Menschen, die sich dem Morden widersetzten, sich nicht an den von großen Teilen der deutschen Gesellschaft stillschweigend oder beifällig mitgetragenen Verbrechen der Nationalsozialisten beteiligten. Stattdessen haben sie, häufig unter Gefährdung ihres eigenen Lebens, Verfolgten Unterschlupf gewährt, sie mit Lebensmitteln versorgt, sichere Fluchten ermöglicht. Für das Deutschland des ausgehenden 20. Jahrhunderts war ein solches Erinnerungszeichen ein Novum.

Die Bildhauerin Margot Garutti vollendete im Sommer 1989 das von ihr entworfene Denkmal: Auf den ersten Blick ein Torbogen, gehauen aus Sandstein, auf dem Weg zum Antikriegshaus, in Anlehnung an die mittelalterlichen Stadttore, die den entflohenen Leibeigenen Schutz vor der Verfolgung durch ihre Obrigkeit gewährten. Auf der Dorfseite sichtbar die Menschen auf der Flucht, Figuren in hektischer Bewegung. Auf der anderen Seite die gleichen Figuren, zur Ruhe gekommen, Menschen darstellend, die sich des Schutzes bewusst werden, der ihnen zuteil wird.
Der zweite Blick fällt auf das „Dach“ des Torbogens. Es symbolisiert die schützenden Hände, die über die Flüchtenden gebreitet werden, den Ausdruck der gelebten Menschlichkeit, wie sie das DankMal in seinem vollen Titel trägt.


Pastor Klaus Rauterberg sprach im Zusammenhang mit Denk-Malen nicht von Einweihung, für ihn war es der Tag der „Indienststellung“. So ein Stein hat seine Aufgabe. Mag der Ausgangsgedanke seinen thematischen Schwerpunkt im Bereich Erinnerung und Versöhnung gehabt haben – schnell hat sich das DankMal für gelebte Menschlichkeit – zusammen mit dem MauerMahnmal von 1991 und dem DeserteurDenkmal von 1997 - zum sichtbaren Symbol für die Friedensarbeit in Sievershausen entwickelt. Engagement für Menschenrechte und Solidarität mit Verfolgten sind ebenso wie das Eintreten gegen neonazistische Menschenfeindlichkeit Ausdruck gelebter Menschlichkeit. Deshalb steht das DankMal auch als Zeichen für unsere neue Stiftung „Frieden ist ein Menschenrecht“.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. September 2014 um 10:45 Uhr
 
Heinrich Grosse über den unbequemen Martin Luther King PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 26. August 2014 um 09:06 Uhr

Vortrag zum Antikriegstag im Antikriegshaus Sievershausen

Annähernd 50 Jahre ist es her, dass Martin Luther King das geteilte Berlin besuchte, beide Teile, den Osten unangemeldet und mit deutlicher Kritik an der Politik der DDR. Damals stand er auf dem Höhepunkt seiner internationalen Popularität; in seinem Beisein hatte der amerikanische Präsident den Civil Rights Act unterschrieben, die Ehrung mit dem Friedensnobelpreis stand kurz bevor. Aber es war nicht unbedingt diese Phase, die Heinrich Grosse an diesem Abend zur Diskussion stellte. Vielmehr ging es ihm den Martin Luther King, der sich unversöhnt mit der gesellschaftlichen Realität in den USA (und darüber hinaus) zeigte. King hat deutlich gemacht, wie eng Armut, Rassendiskriminierung und Ausbeutung im Entwurf des Kapitalismus miteinander verwoben sind.
Eine Ansicht, die in der amerikanischen Gesellschaft natürlich nicht Mehrheitsmeinung sein konnte, obgleich King erkannt hatte: „Rassismus ist kein rein amerikanisches Phänomen. Sein tückischer Griff kennt keine geographischen Grenzen.“ Gleiches galt für Armut, Unterdrückung und Krieg. In seinen Reden stellte er immer wieder einen Zusammenhang zwischen dem Freiheitskampf der Afro-AmerikanerInnen und den Befreiungsbewegungen der Armen in Afrika und Asien her. Die Notwendigkeit, diese grundlegenden Missstände zum Ziel direkter gewaltfreier Aktion zu machen, wurde King bewusst, als er nach einem Jahrzehnt Bürgerrechtsbewegung 1965 feststellen musste, dass sich die Situation der Afro-AmerikanerInnen in den Ghettos verschlechterte, anstatt sich zum Besseren zu wenden. Er sah den Zusammenhang zwischen Rassismus und dem wirtschaftlichen System des Kapitalismus und folgerte: „Wir müssen erkennen, dass die Probleme rassischer ebenso wie die wirtschaftlicher Gerechtigkeit nicht gelöst werden können ohne eine radikale Umverteilung politischer und ökonomischer Macht.“ Für ihn musste es in den Gesellschaften der westlichen Industrienationen geben, die auch nach heutigen Maßstäben eine Aufforderung zum Handeln darstellt: „Wir müssen schnell damit anfangen, von einer sach-orientierten Gesellschaft zu einer person-orientierten Gesellschaft zu kommen. Wenn Maschinen und Computer, Profitbestrebungen und Eigentumsrechte für wichtiger gehalten werden als Menschen, wird das gigantische Trio von Rassenwahn, Materialismus und Militarismus nicht mehr besiegt werden können.“
Sein konsequentes Eintreten für Gewaltfreiheit ließ ihn auch zum Gegner des Vietnamkrieges werden, nachdem er, wie viele andere Afro-AmerikanerInnen auch, lange eine zurückhaltende Meinung vertreten hatte, um die Unterstützung der liberalen Weißen für die Bürgerrechtsbewegung nicht auf's Spiel zu setzen. Tatsächlich trug ihm seine Deutlichkeit den Hass der weißen Mittelschicht ein und trug wohl maßgeblich zu seiner späteren Ermordung bei. Zugleich geriet er mit seiner kompromisslosen Haltung zur Gewaltfrage unter Druck aus dem eigenen Lager, denn andere Führern der „schwarzen“ Bürgerrechtsbewegung tendierten bei der Auseinandersetzung mit der Staatsmacht mehr und mehr zu gewalttätigen Optionen.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. September 2014 um 15:14 Uhr
 
Ausstellung über die Arbeit der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 16. Juni 2014 um 13:53 Uhr

Die Ausstellung über die Arbeit der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte kehrt noch einmal zurück ins Antikriegshaus und ist von Mitte September bis Ende Oktober (Ausnahme 19. und 20. September) zu den gewohnten Öffnungszeiten im Antikriegshaus zu sehen. Anhand von fünf Beispielen wird die Arbeit und das persönliche Schicksale der Stiftungsgäste geschildert.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. September 2014 um 15:22 Uhr
 
Fukushima 360º PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 16. Juni 2014 um 10:47 Uhr

Das atomgespaltene Leben der Menschen von Fukushima
Vortrag von Alexander Neureuter (Umweltjournalist) am 27. Juni um 19:00 im Antikriegshaus

Langsam aber sicher gerät die Atomkatastrophe von Fukushima in Vergessenheit und es verbreitet sich der trügerische Eindruck, dass alles nur „halb so schlimm“ war, die Situation unter Kontrolle ist und sich das Leben der betroffenen Menschen wieder weitgehend normalisiert hat.

Doch wie sieht es heute aus in der Region um Fukushima - drei Jahre nach der größten Atomkatastrophe in der Geschichte der Menschheit? Wie hat die dreifache Reaktorkernschmelze den Alltag und das Leben der Menschen in Japan verändert?
Der deutsche Umwelt-Fotojournalist Alexander Neureuter, der im Jahr 2011 auch zehn Tage lang in der evakuierten Sperrzone von Tschernobyl recherchiert hat, begibt sich auf Spurensuche. Er blickt hinter die Kulissen des medialen Schweigens und erzählt anhand von 40 unterschiedlichen Personen und ihren Schicksalen davon, welche tief greifenden und unumkehrbaren Veränderungen der Atomunfall gebracht hat. 
Neureuter zeigt die Herausforderungen und Schwierigkeiten im alltäglichen Leben, berichtet über Verzweiflung und Hoffnung, teilt die Träume auf eine bessere Zukunft und wird Zeuge vom herausragenden Engagement einzelner Menschen. Und er beschreibt die Skrupellosigkeit eines alteingesessenen Systems aus Ärzten, Beamten, Politikern, Medien, organisierter Kriminalität und Industrieunternehmen, für die ein einzelnes Menschenschicksal nicht sehr viel zählt. 
Mit Fakten und Informationen aus erster Hand widmet sich dieser Vortrag der Frage, ab welchem Punkt die Risiken einer Technologie gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar werden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Juni 2014 um 11:05 Uhr
 
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