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  • Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e. V.
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Ankündigungen

Öffnungszeiten Doku

Di und Fr: 10 - 17 Uhr
Sa: 15 - 17 Uhr

und nach Vereinbarung

Bankverbindung für Spenden

Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
BLZ: 520 604 10
Konto-Nr. 6076
Inh.: KKA Burgdorfer Land
Zweck: Dokumentationsstätte

Jugendliche werden Friedensstifter

Erinnerung an den 10. Mai 1933 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 16. Mai 2013 um 08:04 Uhr

In einer gut besuchten Veranstaltung erinnerte as Antikriegshaus Sievershausen an die nationalsozialistische Bücherverbrennung vor 80 Jahren. Das Literarische Quintett unter der Leitung von Klaus-Peter Großmann las aus Werken von Mascha Kaléko begab sich zu den Stationen ihrer Biografie. Zwar gehörten die Bücher von Mascha Kaléko, damals in einem Atemzug mit Erich Kästner und anderen Vetreternn der 'Neuen Sachlichkeit' genannt, nicht zu denen, die am 10. Mai 1933 von den völkischen Menschenhassern auf den Scheiterhaufen geworfen wurden. Als Jüdin musste sie gleichwohl erleben, dass ihre Werke auf den Index kamen und sie ins US-amerikanische Exil gezwungen wurde. Als Autorin und Poetin traf sie die daraus resultierende sprachliche Entwurzelung mit großer Wucht. Mehr zur Lesung des Literarischen Quintetts in unseren Pressestimmenl "Unverblümte Sprache  mit sehnsüchtiger Melancholie"

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. Mai 2013 um 08:33 Uhr
 
Ungläubige Pastoren und andere Widersprüche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 25. April 2013 um 07:09 Uhr

 

Ulrike Poppe über Alltag und Opposition im autoritären Staat

Mit Ulrike Poppe war jetzt eine der bekanntesten Oppositionellen gegen die realsozialistische DDR-Diktatur im Antikriegshaus zu Gast. Ihr Vortrag zum Thema „Alltag und politische Opposition im autoritären Staat“ war auch eine authentische Schilderung ihres eigenen Lebensweges von der aufgeweckten Lehrerstochter, die den Sozialismus hinterfragt, bis hin zur profilierten Oppositionellen, die als ‚Landesverräterin‘ zusammen mit Bärbel Bohley im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen eingesperrt wird. Erst aufgrund massiver internationaler Proteste kommt sie nach 6 Wochen frei. 1989 gestaltet sie als Mitglied von ‚Demokratie jetzt‘ und Teilnehmende am Runden Tisch den Umbruch mit, der schließlich in der deutschen Vereinigung endet.

Dazwischen liegen für die im geschichtsträchtigen Jahr 1953 Geborene viele Facetten persönlicher und politischer Entwicklung, die sie immer stärker mit der Glaubwürdigkeitslücke konfrontiert, welche unübersehbar zwischen staatlichem Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit klafft und die maßgeblich zum Untergang des Systems beigetragen hat.

Schon früh wird klar, dass eine freie Diskussion über politische Positionen in diesem Staat nicht möglich sein wird. So endet der Versuch der fünfzehnjährigen Ulrike und zweier Klassenkameraden, die Möglichkeiten alternativer sozialistischer Gesellschaftsmodelle zu untersuchen, in monatelangen schulischen Querelen und dem Schulverweis für einen beteiligten Mitschüler, dessen Vater nicht der SED angehört und der deswegen ohnehin einer ungünstigen Prognose unterliegt.

Ulrike Poppe macht aber auch deutlich, dass es für viele Menschen abseits jeglichen Karrieredenkens zunächst durchaus gute Gründe gab, SED-Mitglied zu sein. Am wichtigsten dabei sicher die Suche nach einem Staatsmodell alternativ zu den Entwürfen, die die Welt in der ersten Hälfte des Jahrhunderts in verheerende Kriege geführt hatten und aktuell globale Ungerechtigkeiten fortschrieben. Immer mehr änderte sich jedoch diese Einstellung, wurde die Fortführung der Parteimitgliedschaft eine Folge von gesellschaftlicher Resignation und Angst vor staatlicher Repression. Begleitet wurde diese Entwicklung von einer Flucht in ‚innere Emigration‘ und in eine oppositionelle Geisteshaltung, deren Ausdruck den meisten Fällen auf die eigenen vier Wände begrenzt war. Wer nicht bereit war, sich diesem Zwang zu unterwerfen, zahlte wie Ulrike Poppe in Form von gesellschaftlicher und beruflicher Benachteiligung. Der Zugang zu den allermeisten Studiengängen wurde verwehrt, das Studium der Theologie eröffnete für viele die einzige Möglichkeit auf eine akademische Bildung. „Wir hatten einige ungläubige Geistliche in der DDR“, so Frau Poppe in ihrem Vortrag. Auch das eine der absurden Auswirkungen der SED-Diktatur.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. April 2013 um 07:43 Uhr
 
Das Antikriegshaus unterstützt den Appell von Friedens- und Bürgerrechtsgruppen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 25. März 2013 um 14:14 Uhr

Appell von Friedens- und Bürgerrechtsgruppen

Zahlreiche Friedens- und Bürgerrechtsgruppen wenden sich zum Beginn der bundesweiten Ostermarschaktionen mit einem gemeinsamen Appell gegen die Etablierung von Drohnen bei Kriegseinsätzen, zur Überwachung und Unterdrückung. Der Appell "Keine Kampfdrohnen!" richtet sich an Bundesregierung und Bundestag und fordert dazu auf, weder bewaffnete Drohnen anzuschaffen noch in deren Forschung und Entwicklung weiter zu investieren.

Anfang März trafen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Friedens- und Bürgerrechtsbewegungen in Hannover, um über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Ausrüstung der Bundeswehr mit unbemannten, bewaffneten Drohnen (sog. Kampfdrohnen) zu beraten. Anlass dazu gaben die in letzter Zeit sich häufenden Überlegungen aus Regierungskreisen zur Anschaffung dieser neuen Waffen.

Daraus hervor ging der bundesweite Appell "Keine Kampfdrohnen!", der bereits zum jetzigen Veröffentlichungszeitpunkt von rund 80 Gruppen, Verbänden und Initiativen in der Bundesrepublik mitgetragen wird. Das breite Bündnis besteht aus Organisationen der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, Kirchengruppen und Gewerkschaften sowie Bürgerinitiativen.

Die Kampagne zielt auf die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren, die durch die Aufrüstung mit Kampfdrohnen und Aufklärungsdrohnen verbunden sind und fordert konkret von Bundesregierung und Bundestag den "Irrweg" der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen. Zudem wird sich das Bündnis um eine stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Gruppen auf internationaler Ebene bemühen.

Das Bündnis ruft ab sofort zur namentlichen Unterstützung des Appells auf und stellt dafür Unterschriftenlisten bereit. Auf dem Internetportal www.drohnen-kampagne.de werden zudem die zusätzliche Möglichkeit einer Online-Unterstützung des Appells sowie Informationen und Materialien zum Thema Drohnen angeboten.

 

Keine Kampfdrohnen!

 

Wir sind gegen die Etablierung einer Drohnentechnologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung.
Aktuell ist die Bundesregierung offenbar entschlossen, die Bundeswehr mit unbemannten bewaffneten Flugzeugen (Kampfdrohnen) auszustatten.
Wir lehnen Kampfdrohnen ab,

weil ihr Einsatz- die Schwelle zu bewaffneten Aggressionen weiter senkt,


- „gezielte“ Tötung von Menschen innerhalb und außerhalb von Kriegen bedeutet - ohne Anklage, Verfahren und Urteil,

die Bevölkerung betroffener Landstriche terrorisiert und sie an Leib und Leben gefährdet,


- die Entwicklung autonomer Killer-Roboter befördert und noch schrecklichere Kriege zur Folge hätte,


- eine neue Rüstungsspirale in Gang setzt.


Wir fordern von Bundesregierung und Bundestag,


- den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben

- und sich für ein weltweites Verbot und völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. März 2013 um 09:57 Uhr
 
Antikriegshaus für Lilje-Stiftungspreis nominiert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 19. März 2013 um 14:32 Uhr

Das Antikriegshaus Sievershausen ist für den Hanns-Lilje-Stiftungspreis „Freiheit und Verantwortung“ 2013 in der Kategorie 'Initiativpreis' nominiert worden. Mit 20.000 Euro Preisgeld ist die Auszeichnung der höchstdotierte Preis, den kirchliche Stiftungen in Deutschland an Wissenschaftler/innen und Initiativen verleihen. Projekte und Arbeiten zur Zukunft von Politik und Gesellschaft standen diesmal im Mittelpunkt des Wettbewerbs.

"Allein die Nominierung für den Preis ist für uns ein Grund zur Freude. Die Tatsache, dass eine hochkarätig besetzte Jury unsere Arbeit im Bereich der Friedens-, Menschenrechts- und Erinnerungsarbeit durch die Nominierung anerkennt, macht uns auch Mut", so der Vorsitzende des Antikriegshauses, Elvin Hülser. "Menschen für diese Themen zu interessieren, ist immer wieder eine Herausforderung - da tut Rückenwind den Ehrenamtlichen und den Mitarbeitern gut."

Ausgezeichnet werden die Preisträgerinnen und Preisträger am 27. Mai 2013 in der Neustädter Hof-und Stadtkirche in Hannover.

Informationen zur Hanns-Lilje-Stiftung



Am Anfang war das Workcamp: Seit Mitte der 1960er Jahre kommen (nicht nur junge) Menschen zur Friedensarbeit in Sievershausen zusammen

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. März 2013 um 15:27 Uhr
 
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