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  • Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e. V.
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Ankündigungen

NOEVENTS

Sievershäuser Ermutigung

Öffnungszeiten Doku

Di und Fr: 10 - 17 Uhr
Sa: 15 - 17 Uhr

und nach Vereinbarung

Bankverbindung für Spenden

Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
BLZ: 520 604 10
Konto-Nr. 6076
Inh.: KKA Burgdorfer Land
Zweck: Dokumentationsstätte

Jugendliche werden Friedensstifter

Kritische Grafik von Josef Capek – eine spannende Reise in die Geschichte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 13:44 Uhr


Ausstellungseröffnung in Sievershausen  - Ausstellung bis zum 22. Mai.

Vor einem kleinen, gleichwohl sehr interessierten Kreis von BesucherInnen gab Dr. Ulrich Grochtmann, Vorsitzender der Capek-Gesellschaft für Völkerverständigung und Humanismus, eine Einführung in die Ausstellung mit kritischer Grafik des tschechischen Künstlers Josef Capek. Dabei beklagte Grochtmann, dass Josef Capek, im Gegensatz zu seinem Bruder Karel, stets als der der unpolitische Maler und Autor von Romanen und Kinderbüchern wahrgenommen werde. Dabei hatte er, so Grochtmann, auch vor 1933 zu politischen und gesellschaftlichen Fragen eindeutig Stellung bezogen. Spätestens mit der Machtübergabe durch die deutschen Eliten an Hitler und die Nationalsozialisten gewinnt das Politische bei Capek die Oberhand. Dabei bereitet ihm nicht nur die bedrohliche Entwicklung beim großen Nachbarn und in den von einer deutschen Minderheit bewohnten Grenzregionen Kopfschmerzen, Capek hat den Faschismus in ganz Europa und die infolge der gesellschaftlichen Militarisierung steigende Kriegsgefahr auf dem Kontinent im Blick und warnt mit der spitzen Feder der Karikatur, die nun sein stärkstes Stilmittel geworden ist, vor dem kommenden Verhängnis. Schon früh macht er deutlich, was passieren wird, wenn „Deutschland erwacht“ – das Hakenkreuz leuchtet über den Massen von Gräbern. Mit dem heutigen Wissen über den Verlauf der der Geschichte kann gesagt werden, dass keine der in der Ausstellung gezeigten Warnungen Capeks übertrieben war.

Die Ausstellung ist bis zum 22. Mai im Antikriegshaus zu sehen, dienstags bis freitags von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr, sonnabends von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 14:33 Uhr
 
Antikriegshaus schließt sich EAK-Erklärung an PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 26. April 2012 um 08:51 Uhr

Keine Sonderjustiz für SoldatInnen

Das Bundesjustizministerium plant eine zentrale Sondergerichtsbarkeit für deutsche Soldaten im Auslandseinsatz. Dies geht aus einem den unlängst vom Bundesjustizministerium vorgelegten »Entwurf eines Gesetzes für einen Gerichtsstand bei besonderer Auslandsverwendung der Bundeswehr« hervor. Der Referentenentwurf sieht vor, im bayerischen Kempten eine zentrale Justiz-behörde einzurichten, die für die Verfolgung der von deutschen Soldaten bei Einsätzen im Ausland begangenen Straftaten zuständig ist. Über die hierfür notwendigen Änderungen der  Strafprozessordnung und des Gerichtsverfassungsgesetzes beraten derzeit die Landesjustizverwaltungen. Sollten sie ihre Zustimmung geben, könnte der Gesetzentwurf noch im April in den Bundestag eingebracht werden.

Der Vorstand der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. sieht diese Entwicklung mit großer Sorge und schließt sich daher der Erklärung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) an, gegen die Pläne der Bundesregierung zu protestieren, eine gesonderte „Zuständigkeit der Justiz für die Verfolgung von Straftaten von Soldaten“ im Ausland zu schaffen:

„Die  Bestrebungen des Bundesministeriums der Justiz zur Einführung einer Sonderjustiz für Soldatinnen und Soldaten erfüllen uns mit Sorge.  Ein Herauslösen der Soldatinnen und Soldaten aus der zivilen Gerichtsbarkeit und damit auch aus ihrer Verantwortung während ihres Einsatzes im Ausland ist genauso wenig hinnehmbar wie die Einführung einer Sondergerichtsbarkeit im Inland.

Mit gutem Grund wurde nach den Erfahrungen mit der Militärjustiz im 2. Weltkrieg auf eine Sondergerichtsbarkeit für Militärangehörige in der Bundesrepublik verzichtet. Diese Entscheidung darf nicht revidiert werden. Herausforderungen, vor denen die deutsche Justiz durch Auslandseinsätze von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr steht, sollten gründlich und ausführlich im Deutschen Bundestag beraten werden. Es ist nicht ersichtlich, warum Soldatinnen und Soldaten in ihrem Auslandseinsatz mit einer anderen Gerichtsbarkeit beurteilt, und somit an andere Rechte gebunden, sein sollten, als bei ihrem Dienst im Inland.“

Sievershausen, den 16.04.2012


Der Vorstand der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V.

 


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. April 2012 um 10:09 Uhr
 
Sievershäuser Ermutigung 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 20. März 2012 um 16:07 Uhr

Arbeit mit Menschen ohne Papiere

Zum zwölften Mal schreibt die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen den mit 5.000 Euro dotierten Friedenspreis „Sievershäuser Ermutigung“ aus. In diesem Jahr  soll der Preis für die Arbeit mit Menschen ohne Papiere vergeben werden, also Menschen zugedacht sein, die illegalisierten Migranten Unterstützung bieten.

Kein Mensch ist  illegal. Deshalb wählen wir den etwas sperrigen Begriff „illegalisierte Migranten“ für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ohne Papiere und Aufenthaltsstatus und daher ohne rechtlichen Schutz in unserer Gesellschaft leben. Diese  Menschen werden in unserem Land zu „Illegalen“ erklärt und strafrechtlich verfolgt. Geschätzt sind es Hunderttausende, die verborgen zwischen uns leben, von Abschiebung bedroht, ohne Gesundheitsschutz, ohne Arbeitsrechte, oft als billige Arbeitskräfte missbraucht oder in die Prostitution gezwungen. Sie können ohne Hilfe und Unterstützung zumeist nicht überleben.

Ärzte, die medizinische Versorgung auch ohne Krankenkassenkarte gewährleisten, Kirchengemeinden, die Asyl bieten, Schulen, die betroffene Kinder entgegen allen Gesetzen aufnehmen, Menschen, die sich gegen Abschiebung einsetzen und das physische Überleben von Menschen ohne Papiere sichern - all jene arbeiten in einer rechtlichen Grauzone und stellen die Menschenrechte über die Gesetze des Landes. Das erfordert Mut und verdient unsere Anerkennung. Ihnen soll die Sievershäuser Ermutigung in diesem Jahr gelten.

Vorschläge, Empfehlungen und Bewerbungen können in schriftlicher Form oder per E-Mail bis zum 1. Juli 2012 an die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen gerichtet werden. Diese sind formlos einzureichen, hilfreich sind jedoch nähere Angaben zur vorgeschlagenen Person oder Initiative, Beispiele der Arbeit und Berichte zum Umfeld.

Die Sievershäuser Ermutigung wird seit über 20 Jahren im zweijährigen Rhythmus für beispielhafte Friedens- und Menschenrechtsarbeit verliehen. Die Verleihung findet jeweils zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember statt.  Die Ausschreibung erfolgt zu wechselnden thematischen Schwerpunkten. So wurde im Jahr 2010 die Radiojournalistin María Isabel Gámez vom Sender Radio Victoria in El Salvador für ihre Berichte über Umweltverbrechen im Bergbau, soziale Missstände, Menschenrechtsverletzungen und Korruption ausgezeichnet und 2008 die Organisation MADAM aus Sierra Leone für ihre Arbeit zur Rehabilitation von ehemaligen Kindersoldaten geehrt. Die Ermutigung soll die Preisträger in ihrer Arbeit bestärken und unterstützen, aber auch darüber hinaus Mut machen, sich für die Ziele von Frieden und Menschenrechten zu engagieren, wie Rupert Neudeck in seiner Laudatio 2006 hervorhob.

Der Verein Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. besteht seit 1978 und betreibt in Sievershausen bei Hannover das Antikriegshaus als Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum sowie die Antikriegswerkstatt als Seminarhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten. Das Antikriegshaus steht an historischem Ort am Rande des Schlachtfeldes der 'Schlacht von Sievershausen', die als die opferreichste Schlacht der Reformationszeit (ca. 4000 Tote und 8000 Verletzte) gilt. Der Verein folgt einem umfassenden Verständnis von Friedensarbeit, das neben der Auseinandersetzung mit weltweiten Krisen und Konflikten auch Menschenrechts­themen, ökologische Fragestellungen, Erinnerungsarbeit und Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Nahbereich umfasst.

 
Gemeinsames Angebot vorgestellt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 22. November 2011 um 14:26 Uhr

In einer Pressekonferenz im Haus kirchlicher Dienste wurde am 13. November 2011 das gemeinsame Angebot Frieden erleben (www.frieden-erleben.de) vom Arbeitsfeld Friedensarbeit der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und dem Antikriegshaus Sievershausen vorgestellt. Klaus Burckhardt, Leiter des Arbeitsfeldes, und Elvin Hülser, Vorsitzender des Antikriegshauses, erläuterten die 10 friedenspädagogischen Angebote für Schulen und Kirchengemeinden, die in dem Flyer "Frieden lernen und erleben" (kann beim Arbeitsfeld Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste oder beim Antikriegshaus angefordert werden)  sowie auf der Internetseite "frieden-erleben" nachzulesen sind.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. Januar 2012 um 11:29 Uhr
 
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