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  • Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e. V.
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Ankündigungen

Sievershäuser Ermutigung

Öffnungszeiten Doku

Di und Fr: 10 - 17 Uhr
Sa: 15 - 17 Uhr

und nach Vereinbarung

Bankverbindung für Spenden

Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
IBAN: DE13520604100000006076
BIC: GENODEF1EK1
Inh.: KKA Burgdorfer Land
Zweck: Dokumentationsstätte

Jugendliche werden Friedensstifter

Verantwortung übernehmen – die zivile Konfliktbearbeitung stärken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 07. April 2014 um 10:33 Uhr

Eine Stellungnahme aus dem Antikriegshaus

In einem Jahr, in dem sich das Geschichtsgedenken aufgrund zahlreicher Jahrestage verdichtet, drängen sich aktuelle Ereignisse und Verläufe um so schmerzlicher in unser Blickfeld. Die Konflikte in und um die Ukraine machen deutlich, dass auch 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer die Geschichte eben doch nicht zu Ende ist, wie es Francis Fukuyama damals sehr kühn behauptete. Andererseits wiederholt sich Geschichte auch nicht, sie weist immer neue, spezifische Bestandteile und Konstellationen auf.

Und die Geschichte bleibt offen – im Guten wie im Schlechten. Damit bleibt sie aber auch gestalt- und beeinflussbar. Wir tragen für die heutigen Verläufe ebenso Verantwortung wie dies die Akteure vor dem I. und II. Weltkrieg taten. Wenn dies der Hintergrund für die Forderung des Bundespräsidenten Gauck gewesen sein sollte, 'mehr Verantwortung zu übernehmen', spricht nichts dagegen. Entscheidend ist aber, wie man dieser Verantwortung konkret gerecht zu werden versucht. In Zeiten, in denen die Möglichkeit des Krieges an die Ränder Europas zurückgekehrt ist, Nationalismen und Abgrenzungsideologien stärker werden und weltweit die Konfliktherde zunehmen, gehört es zu einer verantwortlichen Politik, konkrete Voraussetzungen für zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitungen zu schaffen und zu nutzen. Noch ist die zivile Konfliktbearbeitung ein zartes Pflänzchen, das ein politisch bisher vernachlässigtes Nischendasein führt. Es eignet sich nicht für Symbolpolitik in Krisenzeiten. Aber es entfaltet eine wirksame Kraft, wenn wir in die Aufzucht investieren.

Deshalb schreiben wir als Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit auch die diesjährige Sievershäuser Ermutigung für Projekte und Initiativen der zivilen Konfliktbearbeitung aus.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. April 2014 um 10:40 Uhr
 
Bergen-Belsen Reflektion PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 08. April 2014 um 08:40 Uhr

Freitag, 25. April 2014, 19.00 Uhr

Eröffnung der Fotoausstellung durch die Fotografen Stefan Große und Hans-Jürgen Woldt über die KZ-Gedenkstätte Bergen Belsen. Die beeindruckende Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers liegt mitten in der Lüneburger Heide umgeben vom riesigen NATO-Schießplatz Bergen-Hohne. Die Melancholie der Heidelandschaft überträgt sich auf den Betrachter.

Im völligen Gegensatz zu der Stille des Ortes steht der Manöverlärm von nebenan. Das Rattern von Maschinengewehrsalven, das Donnern der Abschüsse von Panzerkanonen und das Grollen der Einschläge der Granaten mischt sich mit dem Lärm der Kettenfahrzeuge und mit den Befehlsfetzen, die der Wind herüber trägt. Die beiden Brandenburger Fotografen Stefan Große und Hans-Jürgen Woldt haben sich mit Hilfe Ihrer Bildsprache mit der KZ Gedenkstätte Bergen-Belsen emotional, sowohl inhaltlich als auch landschaftlich, auseinandergesetzt.

Die Ausstellung ist dienstags und freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Abweichende Besuchszeiten können telefonisch unter 05175-5738 vereinbart werden.

Am Sonntag, 27. April ab 10.30 Uhr wird in diesem Jahr in der Gedenkstätte der Befreiung des Lagers durch die britische Armee (15.4.1945) gedacht

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 08. April 2014 um 09:50 Uhr
 
Ausschreibung zur Sievershäuser Ermutigung 2014 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 04. März 2014 um 15:52 Uhr

Verantwortung übernehmen - Die zivile  Konfliktbearbeitung stärken!

Seit 1988 schreibt die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit im zweijährigen Rhythmus den mit 5.000 € dotierten Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung aus. In diesem Jahr wendet sich der Aufruf zur Bewerbung an Menschen und Projekte in der zivilen gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Ungeachtet aller Versuche, die zivile Konfliktbearbeitung als die nachhaltigere Methode zur Konfliktlösung gegenüber der militärischen Variante zu etablieren, findet die Möglichkeit gewaltfreier Auseinandersetzung im Bewusstsein der Öffentlichkeit kaum statt. Militärische Strategien nehmen nahezu den gesamten Diskussionsraum ein, ungeachtet fehlender Nachhaltigkeit und immenser Kosten. Die politische wie finanzielle Unterstützung ziviler Lösungsansätze tendiert im Gegensatz dazu - pointiert ausgedrückt - gegen Null.

Hier gegenzusteuern sehen wir als dringend geboten an. Darum wollen wir den Blick wieder stärker auf die Menschen und Organisationen zu lenken, die international im Feld der zivilen Konfliktbearbeitung tätig sind.

Wir suchen Projekte,

- die sich erfolgreich mit gewaltfreien Methoden in der Bearbeitung von Konflikten engagieren,

- deren beispielhaftes Gelingen und die Anerkennung dessen eine Ermutigung für den gesamten Bereich der zivilen Konfliktprävention- und -bearbeitung sein kann und

- die damit auch die politische Debatte um eine eindeutige Präferenz für zivile Konfliktlösungen wieder stärker in den Mittelpunkt stellen.

Vorschläge, Empfehlungen und Bewerbungen können in schriftlicher Form oder per E-Mail bis zum 1. Juni 2014 an die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen gerichtet werden. Diese sind formlos einzureichen, nähere Angaben zum Verein, Projekt oder zur Person sind aber hilfreich und willkommen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. März 2014 um 15:29 Uhr
 
Antisemitismus in der deutschen Gegenwartsgesellschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 12. Februar 2014 um 15:41 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung „Man hat sich hierzulande daran gewöhnt - Antisemitismus in Deutschland heute“ war der Sozialwissenschaftler Konstantin B. Seidler, Mitglied der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, im Antikriegshaus zu Gast. Aus seinem gut besuchten Vortrag zum Thema „Antisemitismus in der deutschen Gegenwartsgesellschaft“ an dieser Stelle die Kernpunkte, die uns Konstantin Seidler zur Verfügung gestellt hat.

Antisemitismus ist ein aktuelles Phänomen. Die aktuellen Debatten um diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kennzeichnen in der Regel leider ein weit verbreitetes Unwissen über Entstehungen und Bedingungen des Antisemitismus und wie er in unserer Gesellschaft auf Juden im Alltag trifft. Die geflüsterte Ausgrenzung, also die Bereitschaft weiter Teile der Gesellschaft, Juden als etwas Fremdes, als nicht deutsch wahrzunehmen, ist allgegenwärtig. Die Beschäftigung der deutschen Gesellschaft mit dem Antisemitismus endet allzu oft mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Dass die Shoa einen historischen Exzess darstellt, anhand dessen der Antisemitismus eben nicht exemplarisch zu begreifen ist, wird übersehen.

Fast jeder Jude kennt die Frage „und wann fahren Sie wieder nach Hause?“ oder die Aussage „ich als Deutscher muss ihnen hier widersprechen“. Diese

Es sind diese und weitere Aussagen in der Bevölkerung, welche die emotionale Landkarte der deutschen Gesellschaft prägen und das Gefühl, dass der Jude fremd sei, weitertragen. Von Generation zu Generation. Dass Debatten wie die um die Beschneidung, Grass und Augstein einhergehen mit einem Anstieg antisemitischer Straftaten in der Bundesrepublik um bis zu 70% im selben Jahr, ist ein entscheidender Indikator dafür, dass diese Debatten und die Art ihrer Führung antisemitische Reflexe und Handlungen in der Gesellschaft begünstigen. Das heißt, es wurde in einer Art und Weise argumentiert, bei der sich Antisemiten bestärkt fühlen konnten und Ihr Weltbild etliche Anknüpfungspunkte an diesen gesellschaftlichen Debatten finden konnte.Aussagen sind in allen Variationen Alltag für Juden in Deutschland. Das Problem dieser Aussagen ist die Gedankenlosigkeit, mit der sie daherkommen. Eine Gedankenlosigkeit, die eine Kluft zwischen Juden und Nichtjuden entstehen lässt.

Es ist unsere Aufgabe, in den Schulen Wissen über Antisemitismus zu vermitteln. Dieses Know-How befähigt nicht nur das Erkennen sämtlicher anderer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeiten, es führt auch zu einem verstärkten Reflexionsvermögen der Gesellschaft gegenüber „geflüsterten Ausgrenzungen“.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. März 2014 um 15:35 Uhr
 
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